Ca y est - c‘est parti - Au revoir

15Juli2018

Nun ist es soweit. Fast ein Jahr ist her, dass ich mit zwei vollgepackten Koffern, Träumen und Hoffnungen nach Paris gegangen bin. Jetzt fahre ich morgen nach Hause und der Abschied von meiner Gastfamilie stand bevor.


Ich wusste ja, dass es schwer wird, aber davor, wie schwer es wirklich wird, darauf konnte ich mich nicht vorbereiten.
Schon in der Nacht vor dem Abschied meiner Gastfamilie konnte ich nicht einschlafen und habe einen, naja ich brauch es nicht verschönern, Heulanfall bekommen. Aus dem nichts. Ich bin dann nochmal zu Zoé gegangen, sie war mit den anderen Kindern und der unglaublich lieben Tante Aurélie im Zimmer. Sie lasen gerade eine Gute Nacht Geschichte. Aurélie, wie immer , verstand sofort und sagte nur <<Bah oui elle est trop triste parce que demain elle va rentrer en Allemagne .>> (Ja klar, sie ist sehr traurig weil sie morgen nach Hause fährt.) Der vierjährige Neal, die dreijährige Sierra und der viel zu süße dreimonate alte Pablo, ihre Kinder verstanden nicht, warum ich weinte und waren ganz überfordert und kamen aber sofort zur Gruppenumarmung. Das und die anschließende Gute Nacht Geschichte, und Pablo in meinen Armen halfen mir dann mich zu beruhigen. Wer hätte gedacht, dass ich mit fast 20 Jahren noch eine Gute Nacht Geschichte brauchte.

Aber der richtige Abschied am nächsten Tag war noch schlimmer. Ich mit meiner Gastfamilie am Bahnhof von Saint Malo, ich Lou auf dem Arm, die Tränen seitdem wir losgefahren sind schon scheinbar ohne Ende am Laufen, Zoé ungewöhnlich still und selbst überfordert, mein Gastvater mit Witzen versuchend die Situation irgendwie aufzuheitern.
Kurzgefasst: meine Gasteltern und ich haben nicht aufgehört uns gegenseitig für alles zu bedanken und im Endeffekt, ich ja sowieso schon, endete selbst mein Gastvater in Tränen, worüber er selber nur Lachen konnte. Das hatte auch er nicht erwartet.

Und wie fasse ich nun ein Jahr meines Lebens zusammen? Ich schreibe einfach mal drauf los, in der Hoffnung, dass ihr meinen zur Zeit noch sehr zerstreuten Gedanken folgen könnt .

Ich habe irgendwo das Gefühl, hier her zu gehören. Ich meine Paris war für ein Jahr lang mein Zuhause.
Es war definitiv das einflussreichste und personlichkeitstärkenste Jahr meines Lebens.
Wenn ich an die Zeit zurückdenke kann ich die Tränen nicht zurückhalten.
Einerseits weil ich so dankbar bin für die Zeit und für alles was ich erlebt habe, wie ich mich entwickelt habe. Andererseits weil ich ma vie parisienne, mes amies franco-allemandes, meine Gastfamilie und vielleicht sogar mit am meisten Lou ma petite chérie d‘amour schrecklich vermissen werde.

Ob ich mich verändert habe? Définitivement bien sûr oui.
Sei es nur dass ich manchmal ganz normal auf französisch denke und träume, mir ein Oui anstatt Ja herausrutscht, oder bei jedem Donnerstag Lächeln muss.
Paris hat mich inspiriert, nicht zuletzt in meiner Kleidung, ich bin auch selbstverständlich selbstbewusster geworden. Ich habe gelernt, nicht vorschnell zu urteilen. Und ganz viel Neues Ausprobiert, denn nur so konnte ich zu mir finden.

Ich bin mit 18 Jahren zur Vollzeitmami mutiert, habe jeden Tag für eine fünfköpfige Familie gekocht, Windeln gewechselt, Pferd gespielt (ratet mal wer das Pferd war 😉), Hausaufgaben betreut, Pflaster aufgeklebt, Tränen getrocknet, Streit geschlichtet, jeden Abend ein Baby in meinen Armen gewogen.
Ich habe aber auch Paris unsicher gemacht, zusammen mit neugewonnen Freundinnen, die mir jetzt schon schrecklich fehlen und ohne die ich dieses Jahr nicht genossen haben können.

Mein Jahr hatte natürlich auch Tiefen, die mich sehr geprägt haben
Situationen, in denen ich nicht weiter wusste und am liebsten, wenn auch selten, einfach in den Flieger zu meiner Familie und meinen liebsten gestiegen wäre. Sei es nur weil ich mal wieder viel zu viel gearbeitet habe, mich die Kinder in den Wahnsinn getrieben haben, oder ich schlicht und einfach Heimweh hatte und meine Familie und Freunde, oder Deutschland vermisst habe.
Aber jetzt kommt mir jedes Problem überwindbar vor.
Und selbst wenn nicht, ist es absolut okay und auch notwendig, mal so richtig zu scheitern, Katastrophen zu produzieren und am wichtigsten, da auch wieder rauszukommen. Und Hilfe annehmen zu können. Selbstständig hin oder her, aber auch Hilfe muss man zulassen können.

Dadurch, dass ich in eine neue Stadt gekommen bin, in der mich niemand kannte, hatte ich das Gefühl, dass ich eine neue Person war. Ich erinnere mich nur zu gut an dem Abend als Laura und ich Journalismus studiert haben und zusammen in einer WG gelebt haben 😂 Ich war nicht mehr Melina aus der Kleinstadt in Deutschland. Ich konnte sein, wer ich will. Ich war Melina, die im fünften Arrondissement einer Millionenstadt lebt. Die fast fließend Französisch spricht und jedes Wort eines Franzosen ohne Probleme verstehen kann. Ich hatte ein neues Leben, neue Freunde, neue Arbeit, neue Schule, entdecke Paris als neues Zuhause, neue Bars, neue Clubs. Und ich entdecke eine neue Version auch von mir. Vielleicht sogar ein neues ich, denn alles was ich hier erlebt habe, alle Menschen die ich kennengelernt habe die haben mich beeinflusst und irgendwo auch verändert.

All das hinter einen zu lassen ist unbeschreiblich schwer, weil dieses Leben eben deins war für ein Jahr. Du sagst Au revoir zu deinem derzeitigem Leben. Wie viele Abende habe ich mit Alina, Lea, Laura und Malena uns sagen gehört „Wir bleiben einfach hier.“ „Ich will nicht gehen.“ „Ich will Paris nicht verlassen.“ „Ich werde das hier alles so vermissen.“


Ich habe Teil von meinem Herzen in Paris gelassen, der mich immer dort hin zurück führen wird. Und dann werde ich dort mit fierté und einem Lächeln Touristen den Weg zeigen, ein verre de vin rouge bestellen und dabei mit dem französischen Kellner flirten. Einfach, warum denn auch nicht? 😉

Ich bin dankbar für die Zeit und freue mich auf Zuhause, meine Familie, meine Freunde und auf neue Träume und Türen, die sich schon geöffnet haben oder sich noch öffnen werden. Denn es ist niemals zu spät einen neuen Traum zu erträumen !

Au revoir et à bientôt

Mélina

Abschiedsgeschenk meiner Gasteltern Abschiedsgeschenk meiner Gasteltern Ein Rückblick mit Erinnerung an meine kleine Lou Ma pétite Ein Einblick in meine tägliche Arbeit Feuerwerk vom Nationalfeiertag

 

Lyon et Louane - un week-end super sympa!

03Juni2018

Unser Wochenendtrip in die zweitgrößte Stadt Frankreichs, Lyon, versprach von Anfang an schon nur gutes: Indem wir wegen des Parisers Verkehrs und der herausragenden Intelligenz eines Taxifahrers, der sich ausgezeichnet auskannte, unseren Bus nach Lyon verpassten, dachten wir uns: Gut. Kann es noch schlimmer werden? 

Lea und ich, vor Wut den Tränen fast schon Nähe, buchten innerhalb von fünf Minuten den letzten Bus nach Lyon, der in einer Viertelstunde abfahren würde.
Jedoch mussten wir schnell bemerken, dass, obwohl wir schon an dem richtigen Busbahnhof standen, unser Bus an einem separaten Busbahnhof mit gleichem Namen Abfuhr. Also rannten Lea und ich mitsamt Koffer im Regen zur Busstation, zu der uns der Taxifahrer zuvor fälschlicherweise schon hingebracht hatte. Wir hatten aber Glück und könnten ein freies Taxi finden, sodass wir am zweiten Bus dann fünf Minuten vor Abfahrt ankamen. Unser Leben läuft, würde ich mal sagen (oder auch nicht 😄)

Den ersten Schock überstanden, versuchten wir im Bus erstmal ein wenig zu schlafen. Geweckt wurden wir um sechs von der aufgehenden Sonne und wunderschön malerischen petits villages, es war ja so schön ! Die Vorfreude stieg und als wir morgens in Lyon dann ankamen, war die holprige Ankunft und selbst der Schlafmangel schnell vergessen!

Am ersten Tag haben wir uns das Vieux Lyon angeschaut, die Lyoner Altstadt. Überall gab es kleine, schöne Gassen mit für Lyon typischen, sogenannten „Bouchons”, also Restaurants mit rot-weiß karierten Tischdecken und Lyoner Spezialitäten. Wir haben uns das Musée de Cinéma et minatures angesehen, was wirklich beeindruckend war. Dort wurden viele bekannte Filmrequisiten, wie zum Beispiel den echten Zauberstab von Harry Potter, den Daniel Radcliffe im fünften Teil benutzt hatte, oder den echten Regenschirm von Marry Poppins! Es wurden auch echte Kostüme aus die Tribute von Panem ausgestellt, einfach so cool!!!


Abends haben wir uns etwas von McDonalds geholt und sind danach zum Konzert. Wir waren relativ früh im Vorraus da und standen deshalb in der fünften Reihe! Das Konzert von Louane, einem französischen Popstar, war einfach nur genial!!! Ich hatte so oft Gänsehaut und wir haben getanzt und gesungen ohne Ende! Was uns im Nachhinein aufgefallen ist, dass wir einfach jedes Wort, was sie zu ihren Liedern auf Französisch erzählt haben, ohne Probleme verstanden haben. Bevor ich nach Paris gekommen bin, wäre ich froh gewesen, jedes fünfte Wort zu verstehen! Das ist einfach fast schon unglaublich, wie gut man jetzt die französische Sprache verstehen kann. Darauf waren wir sehr stolz !
Am nächsten Tag haben wir schön in unserem Hotel mit frischen Croissants, Baguettes, Joghurts, Fruchtsalat, Käse, Marmelade, Nutella und vor allem ganz viel Café gefrühstückt. Von Lyon haben wir noch die Kathedrale auf dem Berg von Lyon gesehen, und konnten somit, ähnlich wie bei Montmartre, über ganz Lyon und seine roten Dächer schauen! Wir haben uns auch noch den Parc de la tête d’Or inklusive seines Zoos und seinem botanischen Garten angeguckt, auch das war wirklich schön.
Abends sind wir noch in einem Bouchon essen gegangen, allerdings haben mich die Spezialitäten Lyons nicht allzu sehr begeistern können.

Auch, wenn der Abschied vom schönen Lyon mir schwerer fiel als gedacht, war ich wieder froh, als ich Montag Nacht wieder in dem mindestens genauso schönem Paris ankam!

 

  Alles, wirklich alles auf dieser Wand ist GEMALT! Schaut genauer hin! :)

Drei Mädels auf 11 Quadratmeter

21Mai2018

Meine lieben Annika und Annso haben mich für eine ganze Woche in Paris besucht! Es war eine super aufregende, vor allem aber soooo lustige Zeit, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll zu erzählen.

Am ersten Tag haben wir schön mit Baguette, frischen Croissants und Obst in meiner kleinen süßen Einkaufsgasse gefrühstückt.
Ich musste auf Lou aufpassen, weshalb wir den Tag mit ihr verbrachten. Wir hatten einen schönen Tag im Louvre, wo wir uns einmal zwar alle total verloren hatten, und bestaunten das Phänomen der Mona Lisa, was mich nun auch beim zweiten Mal immer noch faszinierte!

In dieser Woche hatten wir total Glück mit dem Wetter, jeden Tag schien die Sonne und es war sommerlich warm!

Die restlichen Tage verbrachten wir im wunderschönen Montmarte, am Eiffelturm, auf den Champs-Elysées und vor allem viel in der Bar O’ Sullivans. Wir könnten Geschichten vom Cubaner erzählen, von Heiratsanträgen, von Franzosen und Amerikanern, von einer geheimen Bar, von dem Feiern gehen auf den Champs Élysées, von explodierenden Steckdosen, über Nacht angelassenen Herdplatten, einem erfundenen Ohrentrick, einer Fahrt nach Versailles und zusammenfassend: von vor allem ganz wenig Schlaf. Aber diese Geschichten bleiben lieber unter uns, denn ich glaube am Ende würde uns niemand glauben, so verrückt schön war unsere Zeit.

Auch, wenn ich Annso und Annika, meine lieben Freunde, jetzt schon ganz schrecklich vermisse, bin ich auch irgendwie froh, wieder Platz in meinem Zimmer zu haben 😅

 

 

 

Saint-Malo

02Mai2018

Ich war die letzten zwei Wochen in der Bretagne! Ich habe dort mit meinen drei Gastkindern und ihrer Familie die Ferien in ihrem Haus in Strandnähe verbracht. Meine Gasteltern mussten beide arbeiten, weshalb sie nur das erste Wochenende da waren. Alleine waren wir aber nicht, dennoch war das Haus mit insgesamt elf Personen, darunter die Tanten, Onkeln, Cousins, Cousinen und der Oma immer noch nicht voll.

Mal wieder wurden meine Vorstellungen übertroffen: Umgeben von einem riesigen, niemals zu enden scheinenden Garten voller Feldern, Bäumen, Blumen, Flussläufen, stand ein großes, gleichzeitig aber auch so gemütliches Haus.

 

In der ersten Nacht hatte Lou, das mittlerweile acht monate alte Baby meiner Gastfamilie, starkes Fieber. Sie weinte und teilweise schrie die ganze Nacht hindurch, was mir Angst machte. Denn, manche von euch wissen es schon, die restlichen zwei Wochen ohne meine Gasteltern, war ich für Lou die ganze Zeit zuständig. Sie hat bei mir im Zimmer mitgeschlafen, und, da sie immernoch krank war, mir die erste Woche meinen Schlaf geraubt. Die kleine Lou wurde nämlich jede Nacht mindestens zwei Mal schreiend wach, wobei sie eigentlich seit einiger Zeit durchschläft, ohne Wachwerden. Es war also absolut untypisch für die kleine Lou, nachts so schlecht zu schlafen. Und das gleiche galt für mich.


Nichtsdestotrotz waren wir fast jeden Tag am Strand, mit Lou und allen Kindern, inklusive dem neugeborenen, unglaublich süßen Cousin Pablo. Wir hatten so viel Glück mit dem Wetter, die ganze Zeit über was es mit 25 Grad sommerlich warm!

 

Eines Tages haben Aurélie, - die liebe Tante - und die insgesamt sechs Kindern inklusive Pablo und Lou, die Aurélie und ich jeweils im Babytragetuch hielten in der Altstadt von Saint-Malo. Wir haben eine super leckere Waffel mit Eis gegessen und die Stadt und das Meer ein wenig besichtigt, welche von einer Art Stadtmauer umgeben ist.

 

 

 

Mit den Kindern war es allerdings nicht so entspannend, da man auf die Kleinen echt gut aufpassen musste und man selbst Paul, der, so habe ich manchmal das Gefühl, mittlerweile fast nur Schwachsinn im Kopf hat, nicht für eine Sekunde aus den Augen lassen durfte. Ich konnte mich allerdings mal wieder sehr schön mit Aurélie unterhalten, sei es über ihre Kindheit in der Bretagne, die Arbeit mit meinen Gastkindern oder auch meinen Zukunftsplänen. Sie ist ein sehr lieber und so humorvoller, offener Mensch, der in diesen zwei Wochen echt mein Anker war. Man kann sich unter so vielen Menschen, die alle eine Familie bilden nämlich echt einsam fühlen. Aber Aurélie konnte mir mit ihrer Schokolade immer ganz viel helfen und so ließen sich die schlaflosen Nächte schließlich doch mehr als aushalten. Zudem ist ihre kleine zweijährige Tochter Sierra einfach nur zuckersüß. Sie kam jeden Morgen in mein Zimmer, um nach mir zu sehen, und um mit mir zu kuscheln. Die kleine hat sich echt in mein Herz geschlichen, sei es auch nur, indem sie mit mir zu der Eiskönigin Tanzpartys veranstaltete.


Die Bretagne ist einer der schönsten Orte, die ich bis jetzt gesehen habe! Das Meer gab mir ein Gefühl von Freiheit, und mit seinem unendlichen Horizont ein Gefühl der Weite und Unbegrenzbarkeit. Vor allem ein Ort war besonders schön, dort konnte man auf einem Felsen mit Wildblumen das atemberaubend schöne Meer und die traumhafte Aussicht genießen. Dort, an diesem Ort, war ich wirklich mit mir selber eins. Ich hörte Ed Sheeran, sang nur für mich alleine, genoss meine Zeit nur mit mir selber. Ich konnte in Ruhe nachdenken, oder auch mal nicht nachdenken und nur den Ausblick genießen. Solche Momente erlebt man viel zu selten im Leben, und ich kann jedem nur emfehlen, so mutig zu sein, und auch mal etwas Neues zu wagen, trotz aller Steine, die euch im Weg liegen werden. Denn, ich kann euch versichern: Der Ausblick ist es absolut wert.

 

 

 

 

Pringtemps à Paris, quelle chance!

12April2018

Ich glaube mittlerweile kann man es wirklich behaupten: Der Frühling ist da 😍🌷🌳
Die letzte Woche war es in Paris super schön warm. Es waren sommerliche 25 Grad, die Sonne schien fast ununterbrochen und es wurde Zeit, endlich mit Sonnenbrille und Kleidern durch Paris zu spazieren.

Alina, Malena und ich haben am Samstag eine Fahrradtour durch Paris gemacht, das war total schön. Wir haben uns Fahrräder ausgeliehen und sind dann an der Seine entlang gefahren und haben Eiffelturm am Seineufer dann noch lecker ein Eis gegessen. Auch wenn wir, bis wir alle drei Fahrräder gefunden hatten, fast einmal durch Paris gefahren (und nicht zu vergessen Alina gejoggt) sind, hatte es sich mehr als gelohnt! Für mich kostete der Tag nur 4€, und Alina hatte totales Glück, sie musste nämlich gar nichts zahlen. Für die die es interessiert wir haben uns Fahrräder von OFO ausgeliehen, man muss nur den QR-Quote mit dem Handy scannen, seine Kreditkarte hinterlegen und los geht es.

Es war auf jeden Fall super schön mal wieder Fahrradfahren zu können, anstatt in der doch schon stickigen Metro bei diesem Wetter im Untergrund herumfahren zu müssen.

Am Sonntag waren wir dann alle noch lecker Sushi Essen und sind an der Seine entlang spaziert.

Was gibt es sonst noch so Neues? 
Für mich und meine Gastkinder geht es jetzt am Freitag für zwei Wochen in die Bretagne, nach Saint-Malo! Auch wenn mit dem Baby sehr viel Arbeit auf mich zukommt, da ich es komplett alleine versorgen werde (die Eltern bleiben in Paris, sie arbeiten), freue ich mich schon sehr auf den Urlaub! Bei dem frühlingshaften, fast schon sommerlichen Wetter gibt es doch nichts besseres, als am Strand in der wunderschönen Bretagne zu sein! Ich werde dann bald von Saint-Malo aus, mit vielen Fotos und hoffentlich vielen Erlebnissen berichten.

Des Weiteren geht es für Laura und mich nach unserem Au Pair Jahr für einen Monat mit dem Rucksack durch Europa! Wir haben uns ein Interrail Ticket gekauft und werden für einen Monat mit dem Zug durch Österreich, Kroatien, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und vermutlich noch viele andere Länder reisen. Dabei wird uns nur ein Rucksack begleiten, Unterkünfte buchen wir entweder, falls möglich im Vorraus, ansonsten spontan vor Ort, oder wir Zelten. Wir freuen uns schon unbeschreiblich auf unser Abenteuer und zählen die Tage!!!

Und anschließend: dadurch, dass es jetzt so schön warm ist, kann ich endlich von meiner Dachterasse profitieren! Da ich im siebten, und somit letzten Stockwerk wohne habe ich Zugang zum Dach. Dafür muss man nur eine Leiter an das Dachfenster stellen und kommt dann auf einem komplett Ebenen Boden an. Wenn man dort oben ist, sieht man über die Dächer von Paris, man sieht das Pantheon, den Turm Montparnasse, die Église du val-de-grâce und sogar den Eiffelturm! Es ist wunderschön dort oben, man vergisst alles um sich herum, all seine Sorgen wirken auf ein Mal so klein. Es ist mittlerweile mein Lieblingsplatz in Paris, vor allem bei Sonnenuntergang, wenn man mit Decken, Tee, Kerzen, Musik und guten Freunden einfach mal das Leben genießt, und alles andere vergisst.

Ihr hört von mir in Saint-Malo!

Je vous embrasse

Melina

 

 

 

Der Blick vom Arc de Triomphe  Laura et moi Laura konnte nicht mehr vor Lachen, als mein Macaron eine Sekunde später auf dem Boden gefallen ist ;) Lecker war er trotzdem haha Une pique-nique sur la Tour Eiffel avec des fraises et des amies Der atemberaubende Blick meiner Dachterasse bei Sonnenuntergang        Lou und ich im Zoo Lou und ich im Zoo      

Le temps passe vite à Paris...

18März2018

Und schon wieder sind seit meinem Heimatbesuch über Weihnachten fast drei Monate um!

Genauer gesagt bin ich heute seit 200 Tagen in Paris! Wann und wie ist das passiert? Und wie konnte die Zeit einerseits so langsam, aber gleichzeitig erschreckend schnell vergehen?

Was ist in der Zeit passiert? Meine Gastmutter arbeitet seit Anfang Februar wieder. Gott sei Dank haben sie endlich und wirklich in letzter Sekunde eine Nanny für das Baby Lou gefunden.

Dennoch hat sich an meinem Alltags sehr viel verändert: Erstens: Ich arbeite ab jetzt durch das Betreuen von Lou mehr. Seitdem meine Gastmutter wieder angefangen hat zu arbeiten, passe ich nun jeden Freitag Morgen auf das halbe Jahr alte Baby zusätzlich auf.
Durch das Betreuen eines halbjährigen Baby, eines siebenjährigen Wirbelwinds und schließlich eines Musterteenagers kann man mich dementsprechend nun offiziell eine Vollzeitmutter oder Teeniemutter nennen 😂

Zweitens bin ich neuerdings abends immer mit drei Kindern alleine. In einer halben Stunde muss ich bei den Hausaufgaben helfen, mit Zoé spielen, Lou beschäftigen und füttern, den Tisch decken, und, nicht zu vergessen: nebenbei noch ein gutes Abendessen zaubern. Ihr seht ist mein Alltag recht stressig. Aber das Sprichwort stimmt wirklich: „Learning by doing” : Man schafft am Ende mehr als man je von sich erwartet hätte und da bin ich auch sehr stolz drauf!

Was habe ich alles sonst noch erlebt und neu entdeckt? Von dem Seinehochwasser und dem ersten Schnee in Paris, der wunderschönen Rue Crémieux mit ihren bunten Häuserfronten, Feiern gehen auf den Champs-Élysees, bis hin zu der atemberaubenden Aussicht des Arc de Triomphes und der beeindruckend Innenarchitektur der Notre Dame und der Sacré-Cœur! Eins ist klar: erlebt habe ich auf jeden Fall sehr viel!

Am schönsten war aber die
Zeit, die ich letztes Wochenende mit meiner Familie in Paris verbringen konnte! Wir haben Paris zwar in seinen vier Jahreszeiten gesehen, was uns manchmal echt die letzten Nerven gekostet hat, aber dennoch war die Zeit einfach wundervoll. Es ist einfach umbeschreiblich, wenn bei der Ankunft Tränen der Freude, und beim Abschied Tränen der fast schon lähmenden Traurigkeit fließen. Egal wie wunderschön meine Zeit hier ist, freue ich mich auch schon riesig auf mein Zuhause!

Aber genug sentimentales: Für mich und meine liebe Freundin Lea geht es Anfang Juni und nach Lyon! 😍 Wir bleiben dort ein ganzes Wochenende und gehen sogar Samstag Abend in Lyon m auf ein Louane Konzert!!! Wir sind super aufgeregt und können es kaum erwarten 😍

Ansonsten zählen wir mittlerweile fast schon die Tage, die uns hier noch bleiben, denn die Zeit vergeht hier unbeschreiblich schnell. Vor uns liegen noch genau 119 Tage bis es Zeit wird, Abschied zu nehmen. Abschied zu nehmen von der schönsten Stadt der Welt und mittlerweile meinem zweiten Zuhause, Abschied nehmen von neugewonnen, unglaublich tollen Freundinnen, von deiner lieb gewonnenen Gastfamilie und deinen Gastkindern.
Die wertvolle Zeit, die mir hier noch bleibt, werde ich absolut nutzen und schätzen.

Denn: Trotz aller Schwierigkeiten des Alltags habe ich meine Zeit des Lebens und bin und bleibe sehr glücklich hier. Und noch viel besser: Es kommt der Frühling!

Ganz liebe Grüße

Melina

PS: What better place to dream than in Paris? 💕

 

 

 

 

 

Neues Land. Neues Leben. Neues Ich? Ein Rückblick

16Jan2018

Ich kann es selber kaum glauben: Nun ist die Hälfte meiner Zeit in Paris um. Zeit für eine kleine, eventuell mal etwas emotionalerer Zusammenfassung meines neuen Lebens comme jeune fille au pair à Paris.

Zunächst mal das aller wichtigste: ich bin hier sehr glücklich.

Ich habe eine wundervolle Gastfamilie kennen-, und auch lieben gelernt. Auch wenn der Anfang sicherlich holprig und dementsprechend schwer war, bin ich so dankbar, diese Familie kennengelernt zu haben. Ich verstehe mich mittlerweile mit allen wunderbar, sie kennen mich, und ich kenne sie. Caroline und Mathieu, und vor allem auch die Oma haben mir wirklich unglaublich in der ersten Zeit geholfen. Sie haben mich mit offenen Armen, Geduld, und vor allem viel Humor aufgenommen.


Ich bin zudem ebenfalls unglaublich dankbar, dass Zoé sich mir gegenüber endlich geöffnet hat! Wir beide hatten es ja wirklich alles, aber nicht leicht. Ich musste viel zu oft meine Tränen zurückhalten, weil sie mich mal, entgegen alle meiner Versuche, wieder zurückgewiesen oder enttäuscht hat. Ich konnte Momente, in denen wir uns gut verstanden haben, an einer Hand abzählen. Aber, und das kam alles sehr plötzlich, auf einmal, nahm sie meine Hand als wir durch Paris schlenderten. Sie lächelte von nun an, wenn ich sie von der Schule abholte. Sie schenkte mir ihre Leuchtsterne, um mich vor der Furcht einflößenden Dunkelheit in der Nacht zu schützen. Sie fragte mich, ob ich ihr nicht was vorlesen könnte, kuschelte sich anschließend an mich. Diese Momente haben mein Herz mehr als erwärmt, sie haben mich, ohne Vorwarnung, mit Liebe überschüttet.


Und auch Paul macht mich einfach nur stolz. Ich verstehe mich so gut mit ihm, weil man mit ihm, trotz seiner dreizehn Jahren, so offen über alles reden und lachen kann. Ich erinnere mich gerne daran zurück, dass er mich in Villiers so lieb zu trösten wusste, als wir beide zusammen im Wald auf dem Weg nach Hause waren, und das Heimweh mich plötzlich aus dem Nichts, zu Tränen rührte. Zudem heitert mich seine lustige, wirklich verrückte Art immer wieder auf. Da verzeihe ich ihm auch die manchmal unglaublich anstrengenden Diskussionen, die uns im Alltag erwarten.

Und von petite Lou brauche ich gar nicht erst anfangen zu erzählen: sie ist einfach die süßeste!!! Jeden Tag lernt sie etwas Neues, und begrüßt mich immer mit ihrem herzerwärmendem Lächeln, welches mir alle Sorgen meines Alltags auf einmal nimmt.

Ich habe das große Glück, in einer der schönsten Städten der Welt leben zu können. In so einer kurzen Zeit habe ich noch nie so viel über mich selber gelernt. Durch Paris, habe ich zur mir selbst gefunden. Oh ja, ich habe Fehler gemacht. Aber am Ende habe ich doch alles richtig gemacht.
Ich habe mich neu kennengelernt, und, viel wichtiger: mich lieben und schätzen gelernt. Noch nie war ich so mit mir selbst im Reinen. La ville de la lumière wurde mein zweites Zuhause, welches ich immer in meinem Herzen bewahren werde.

Ich habe neue, wunderbare Menschen aus aller Welt in mein Herz geschlossen. Die ich jetzt schon schrecklich vermisse, wenn ich an unseren bevorstehenden Abschied denke. Menschen, die es geschafft haben, mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, selbst, wenn mir manchmal gar nicht danach war. Die Zeit, die ich mit meinen neugewonnen lieben Freundinnen verbringe, ist jedes Mal aufs Neue wundervoll. Sei es im Quartier Latin einen Café au lait zusammen zu trinken, zusammen das Pariser Nachtleben zu erkunden, oder zusammen am Seineufer zu schlendern, oder sich einfach mal wieder zu verquatscht zu haben, ich werde diese Momente, und Menschen, nie vergessen. Für diese gemeinsamen Erfahrungen bin ich mehr als nur dankbar.

Auch wenn ich meine liebe Familie, meine lieben Freunde Zuhause, und manchmal sogar auch Deutschland schrecklich vermisse, bereue ich meine Entscheidung nicht. Im Gegenteil: Ich habe genau die richtige Entscheidung getroffen, ins Ausland zu gehen.

Umso mehr freue ich mich auf ein weiteres wundervolles und ereignisreiches halbes Jahr in dem atemberaubenden Paris.


Gros bisous 😘

 

 

Réunion avec ma meilleure et Disneyland Paris

16Dez2017

Vom 15. bis zum 18. Dezember hat mich Telli in Paris über das Wochenende besucht! ❤ Nach 108 Tagen Trennung durch unzählbare Kilometer und, wortwörtlich, der halben Welt, waren die Freudentränen bei der emotionalen Begrüßung am Gare du Nord durchaus verständlich.

Wie wir es „früher“ immer getan haben, teilten wir uns erstmal eine Familienpizza auf meinem Zimmer, sie war soooo lecker! Als würde mich das Schicksal von oben auslachen, war zu unserem Pech die Luftmatratze, die Telli extra nach Paris geschleppt hatte, undicht. Schon wieder musste mein Besuch aus Deutschland mit mir in einem 90 cm Bett schlafen :D  Naja wenigstens war uns nicht kalt und wir hatten jemanden zum Kuscheln laughing

 So naiv wie wir waren, machten wir die Abmachung, dass der erste, der morgen wach sein würde, den zweiten dann wecken würde. Schließich blieben uns ja nur zwei Tage, die wolle man ja auch dementsprechend ausnutzen. Aufgewacht sind wir Idioten schließlich am nächsten „Morgen“ um 12:30 Uhr.  Wir haben uns ganz schnell fertig gemacht, sind noch schön lecker etwas essen gegangen und haben uns dann von dem weihnachtlichen Paris, und der unerwarteten, angenehmen Sonne verzaubern lassen. Montmartre bei Sonnenuntergang war unser absolutes Highlight (abgesehen vom Disneyland natürlich!). Ich erinnere mich gerne an das überraschend gute, beeindruckende Métro Violinen Konzert, an den funkelnden Eiffelturm bei Nacht und nicht zuletzt an unsere Lachanfälle, weil wir im Doppelpack natürlich noch tollpatschiger sind als alleine. Erschöpft vom wundervollen, aber auch anstrengenden Tag, sind wir ganz schnell eingeschlafen (man bedenke immer noch zu zweit in einem 90 cm Bett).

Am nächsten Tag, dem Sonntag, ging es für uns endlich ins DISNEYLAND!

So aufgeregt und voller Vorfreude geladen, konnten uns auch noch nicht mal die vier Stunden Schlaf die Laune vermiesen. Für uns ging es pünktlich halb 10 in den Park, und als die Ersten waren wir direkt auf der neuen Star Wars Achterbahn. Es war sooooo cool!!!! Da ich die Achterbahnen und den Park ja – im Gegensatz zu Telli - nicht kannte, war der Überraschungseffekt den ganzen Tag über gelungen. Katapultstarts, Loopings, Schrauben in absoluter Dunkelheit machten den Tag zum absoluten Erfolg. Minnie und Micky im Winterzauberland luden uns zum Träumen ein, ließen unserer Fantasie freien Lauf und ließen uns schließlich noch einmal Kind sein. Um 22 Uhr sah ich das bisher schönste in meinem ganzen Leben: Das Feuerwerk am Schloss. Es wurden bekannte Disneylieder gespielt, und ihren Filmsequenzen auf das Schloss projiziert, dazu Feuerwerk und Wasser- und Lichtshow. Bei König der Löwen musste ich wirklich vor Freude weinen. Ich war hin und weg, es war wunderschön und wenn ich mich daran zurückerinnere, bekomme ich immer noch Gänsehaut am ganzen Körper. Es war einfach magisch! ❤

Noch erschöpfter als am vorigem Tag, schliefen wir, in Paris wieder angekommen, direkt ein.

Von meiner lieben Telli musste ich dann leider am Montagmorgen wieder verabschieden L Und obwohl wir wussten, dass wir uns in weniger als eine Woche in Deutschland, meinem Heimaturlaub, wieder in die Arme schließen können, mussten beim erneuten Abschied Tränen fließen.

Ab dem Moment des Abschiedes wusste ich: ich bin bald die Nächste. Bald geht es nach 114 Tagen für mich nach Hause. Was habe ich für ein Glück ❤

 

              

Weihnachtsmarkt La Défense

25Nov2017

Am Samstag war ich mit einer guten Freundin auf dem Weihnachtsmarkt in La Défense, ein bekanntes Hochhausviertel westlich von Paris. Lea ist auch ein deutsches Au Pair und arbeitet in Levallois, einer eigenen Stadt, welche aber direkt an Paris angrenzt. Wir konnten es kaum erwarten, zum allerersten Mal in diesem Jahr auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen! Wir haben uns umso mehr über die vielen kleinen Buden und Häuschen gefreut, die auf dem ganzen Weihnachtsmarkt verteilt waren. Es sah wunderschön aus und war beeindruckend, schön weihnachtlich dekoriert. Auch wenn wir manchmal ein wenig melancholisch wurden, weil uns alles an diesem Markt an Zuhause erinnert hatte, war es ein total schöner Abend und reichlich Crêpes und vin chaud (Glühwein) haben uns dann doch aufgemuntert.

Ich ab zum allerersten Mal auch den Ausblick vom Grande Arche sehen können! Es ist total cool, denn von dort aus kann man bis zu den Champs-Elysées, dem Arc de Triomphe und sogar dem Louvre sehen, da die sogenannte axe historique , auf die der Grande Arche steht, zu den Champs-Elysées geradeaus durch verläuft. Sie steht im Enddefekt fast auf dem selben Breitengrad, was den unglaublich weiten und vor allem einzigartigen Blick ermöglicht.

Mal was anderes, auf dem Weihnachtsmarkt konnte man auch kostenlos eine Virtual Reality Brille ausprobieren, das war soooooo cool! Man saß auf einem Weihnachtsschlitten der liebevoll von Rudolf und den anderen Rentieren geführt wurde, ich war richtig beeindruckt und hab mich einmal sogar ein wenig erschrocken, so real war es! wink

Grüße aus dem weihnachtlichen Paris! ♥

 

         Eine wunderschön dekorierte Allee in der Nähe der Champs-Èlysées Ein Panorama von dem Hochhäuserviertel La Défense (rechts hinten: Weihnachtsmarkt und Grande Arche)

 

 

 

Besuch aus Deutschland ❤

28Okt2017

Auch wenn der Eintrag ein wenig verspätet kommt:

Die liebe Nele hat mich hier in Paris für ganze fünf Tage besucht 😍

Am ersten Tag habe ich ihr morgens erstmal mein Arrondissement und meine Wohnung gezeigt. Auf meinem Bett lagen wir bestimmt erstmal über zwei Stunden, weil wir uns so viel zu erzählen hatten! Es war so schön und tat sooo gut, das kann sich kaum jemand vorstellen!
Danach haben wir uns eine Pizza geteilt und, weil das natürlich nicht reicht, sind wir zum Jardin de Luxembourg gefahren und haben im wunderschönen Park McDonalds gegegessen. Und hatten uns natürlich immer noch unglaublich viel zu erzählen und vor allem gaaaanz viel zu Lachen!
Wir waren natürlich noch am Eiffelturm und sind abends auf der Dachterasse des höchsten Gebäude Paris, dem Tour Montparnasse, Rollschuh gefahren! Allein der Ausblick war atemberaubend genug, aber das Rollschuhfahren war ein absolutes Highlight! Es hat so viel Spaß gemacht und - wir haben es auch nicht geglaubt - keiner von uns Tollpatschen ist mit den Rollschuhen hingefallen 😂
Zuhause sind wir spät wieder angekommen und mussten leider bemerken, dass die Luftmatratze, die mir meine Gastfamilie gegeben hat, ein Loch hatte..
Uns blieb also nichts anderes übrig, als zusammen in einen kleinen 90cm Bett zu zweit zu schlafen 😂
Aber ob ihr es glaubt oder nicht, wir hatten sogar echt viel Platz und es war kuschelig warm.

Am nächsten Tag haben wir gemütlich zu der Serie „Türkisch für Anfänger“ schön gefrühstückt und waren anschließend im Louvre. Abends haben wir in einem All you Can eat Sushi Restaurant ganz lecker und vor allem vieeeel gegessen. Wir mussten noch nicht mal aufstehen, um zum Buffet zu gehen, nein, wir wurden sogar bedient. Besser ging es nicht 😄
Total cool war, dass uns im Restaurant niemand verstehen konnte, weil außer uns nur Pariser in dem Restaurant essen waren.

Abends haben wir noch den Film „Schadenfreundinnen” geguckt und sind dann, vom zu vielem Essen ganz erschöpft, schnell eingeschlafen ...immer noch in einem Bett 😂

An Halloween waren wir im Café Oz feiern. Die Musik war unglaublich cool, endlich wurde mal keinen französischen Rap, sondern wie in Deutschland die Charts und Klassiker gespielt.
Wir hatten total viel Spaß und haben unseren letzen gemeinsamen Abend in Paris perfekt ausklingen lassen!

Am Mittwoch mussten wir uns dann schweren Herzens verabschieden.. Aber umso mehr freue ich mich auf unser Wiedersehen!

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich unsere gemeinsame Zeit mehr als genossen habe und mir bewusst wurde, wie viel mehr man die Zeit, die einem zusammen bleibt, doch schätzen sollte!!!

 

 

 

 

Villiers - Urlaub auf dem Land

20Okt2017

In der ersten Ferienwoche bin ich mit meiner Gastfamilie zusammen in den Urlaub gefahren. Mit dem vollbepacktem Auto ging es ab nach Villiers-sous-Grez, ein ganz kleines Dorf mit 745 Einwohnern, circa eine Autostunde von Paris entfernt.
Ganz spät abends kamen wir dann endlich an, und schon beim Anblick des Dorfes und des Hauses selber war ich sprachlos. Es war selbst im Dunkeln wirklich wunderschön. Am Morgen könnte ich dennoch meinen Augen nicht trauen: Das ganze Dorf war vom Herbst verzaubert, leuchtend rote Blätter verzierten die Straßen Villiers und unzählige Felder umringten das Dorf.

Morgens erwartete mich auch schon das erste gemeinsame Frühstück mit der ganzen Familie, es gab frisches Brioche und endlich gutes Brot!!! Mit den Kindern habe ich dann eine Fahrradtour durchs Dorf gemacht und Basketball gespielt.

Leider bin ich in dem Urlaub wirklich krank geworden, was echt nervig war.

Am dritten Tag haben wir alle erstmal zum ersten Mal durch- und ausgeschlafen, weil petite Lou zum aller ersten Mal über 8 1/2 Stunden durchgeschlafen hat! Von Mitternacht bis halb neun hat sie keinen Mucks von sich gegeben!

Am letzten Tag haben wir eine Straußenfarm besichtigt. Es war ein sehr interessanter und vor allem lustiger Tag, denn die waren ja so lustig! Ich habe ungelogen fünf Minuten einen Lachanfall mit den Kindern gehabt, weil ein Strauß nicht aufgehört hat komische Bewegungen mit seinem Kopf zu machen 😂
Wir haben dort erfahren, dass Sträuße über 50 Meter weit sehen, und 15 Meter weit hören können. Dafür können sie nicht riechen. Mit einem Straußenei kann man ein Omelette für 12 Personen und Crêpes für 127 Personen machen!!! Und man soll wirklich keinen Unterschied zu normalen Hühnereiern schmecken. Zudem kann ein Strauß mit seinen Beinen einen Löwen töten, das hätte ich nie gedacht!

Zusammenfassend war der Urlaub wirklich sehr schön. Ich verstehe mich sowohl mit den Kindern, als auch mit den Eltern viel besser! Ganz viele Filmabende am Kamin und Gespräche haben das Verhältnis wirklich deutlich verbessert, darüber bin ich sehr froh. Ich fühlte mich jetzt fast schon manchmal wie deren große Schwester, wenn die Kinder mich gekitzelt haben oder mich versucht haben unter ganz vielen Decken und Kissen zu erdrücken 😂
Dennoch war es auch sehr anstrengend, 24 Stunden jede Streitigkeit der Kinder aushalten zu müssen. Die können sich ja wirklich über alles streiten, das war teilweise gar nicht auszuhalten.

Komischerweise hatte ich aber nie den Eindruck, dass mich Paris als Großstadt erdrückt hätte. Allerdings fühlte ich mich in Villiers auf einmal viel freier, wegen der ganzen Natur. Das habe ich wirklich vermisst! Diese kleine Auszeit haben wir alle wirklich gebracht!

Demzufolge blicke ich zurück auf eine schöne, dennoch anstrenge Woche, die mir dennoch immer in Erinnerung bleiben wird!

Und übrigens... in der letzten Nacht habe ich das allererste Mal ein wenig auf französisch geträumt 😍
Ich habe mitten im Traum auf französisch die Polizei angerufen und deren erklärt, dass gerade Leute in meine Wohnung einbrechen haha 😂 Auch wenn nur der Telefonanruf auf französisch war und der Rest des Traumes auf deutsch ablief, bin ich sehr glücklich darüber! 😍

À bientôt! ❤

 

N'oubliez pas les devoirs!

02Okt2017

Für mich hat letzte Woche meine Sprachschule begonnen. Mein Kurs findet jeden Montag, Dienstag und Donnerstag von 13-15 Uhr statt.
Mit mir sind wir insgesamt 14 Au Pairs, die alle in Paris oder auch im Vorort leben. Fast die Hälfte der Teilnehmer sind deutsch, was sehr cool ist! Die anderen kommen aus Brasilien, der Ukraine, und aus England. Alle sind nett, unsere Lehrerin Estelle ist zwar ein wenig verrückt und hat seeeehr viel Energie, welche sich nicht zuletzt in den täglichen Hausaufgaben äußert, dennoch ist auch sie ganz lieb.

Im allgemeinen ist das Niveau und die damit verbunden Ansprüche des Sprachkurses nämlich sehr hoch. Manche Au Pairs haben schon einen leichten französisch Akzent, das ist echt beeindruckend!


Jeden Monat schreiben wir einen Test, der erste ist am 18.10. und wird uns unser erstes Sprachniveau mitteilen. Wir haben bis jetzt nur Grammatik gemacht, die ich aus dem Französisch LK schon kannte. Naja, das heißt nicht, dass die Aufgaben leicht waren. Ich hoffe, dass wir alle schnell besser werden, denn unterfordert ist hier keiner! 😂

Zusammenfassend bin ich dennoch sehr froh, endlich einen Ausgleich zur Arbeit haben zu können. Und auch wenn die meisten von euch jetzt die Augen verdrehen: Es ist dennoch ungewohnt , seit fast 5 Monaten wieder an die Hausaufgaben denken zu müssen 😅

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